1.5 Monate Schweden

Seit über einem Monat habt ihr nichts mehr von mir gehört… Das liegt wohl daran, dass ziemlich viel läuft – oder eben in manchen Bereichen auch nicht viel läuft ;-). Ich hab mich extra in ein Kaffe gesetzt um endlich einen nächsten Blogbeitrag zu schreiben, doch ich lernte dort nur Schwedisch… jetzt also von Zuhause aus meiner Küche die neusten News! 🤗

Seit 1.5 Monaten bin ich nun da in Schweden und eingelebt habe ich mich auch schon! Täglich lerne ich Schwedisch und mache auch mal den Haushalt. Ich wasche und gehe einkaufen, ich bringe das Fahrrad auf Vordermann und spüle ab. Und an manchen Tagen gehe ich zu Freunden, um dann zusammen zu arbeiten – also jeder an seinen Aufgaben, bloss im selben Raum. Und an anderen Tagen kommen Freunde zu mir und wir pflegen in unserer Küche Arbeits- und Lerngemeinschaft. Ich bin nun also sozusagen „Schwedisch lernender Hausmann – der sich mit anderen zum Studium und gemeinsamen Mittagessen trifft“.

Ah, ja, und in meiner Freizeit telefoniere ich gerne mal mit Ämtern und Banken. Es ist ganz schön eindrücklich, wie unterschiedlich der Support (auch in der selben Firma) ist, je nachdem, wer am anderen Ende der Verbindung spricht. Manche leiten einem weiter, andere können nicht weiterhelfen und jene können wohl meine Kontaktaufnahme-Mails nicht richtig lesen, obwohl die doch in deutsch verfasst sind…

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Kurz und knapp:

Die Herausforderungen: Mein geschlossenes Transitdokument geriet beim Zoll irgendwo ins Nirvana, die Postfinance hat uns für jedes Zahlungskonto seit wir ausgewandert sind 25.- CHF pro Monat verrechnet, mein schweizer Mobilfunkanbieter hat mir 100.- CHF für „Vorzeitige Vertragskündigung“ verrechnet (obwohl ich ausdrücklich auf Vertragsende gekündigt hatte), die Handelsbanken (Bank in Schweden) hatte den nächsten freien Termin für Kontoeröffnung Ende November und unsere Gesuche um eine Aufenthaltsbewilligung liegen schon 6 Wochen unbearbeitet beim Migrationsverket.

The Good-News: Ich lerne bei den Stunden an Gesprächsminuten mit Ämtern und Banken, wie die Welt funktioniert. Und dank manchmal grosser Anstrengung und hohem Zeitinvestment habe ich auch einiges herausgefunden und erreicht: Petras Versicherung über die Uni ist auch für mich gültig. Diese deckt zahn-/medizineschen Notfall und Haftpflicht bis 3 Mio. SEK. Nach mehrmaligem Kontakt mit anderen Filialen der gleichen Bank konnte ich doch schon ein Konto eröffnen. Der Zoll hat es inzwischen geschafft, mir meine Kaution zurückzubezahlen – dies auf meine unzähligen Anrufe und Mails (mit Schwedischer und deutscher Zollbehörde) hin. 😁 Und gestern habe ich meinen ersten Kaffee auf Schwedisch bestellt 😉😀

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So, und jetzt setze ich gleich ein paar Beiträge zur „legendären Überfahrt nach Schweden“ auf, welche hier (nun wirklich) in den nächsten Tagen erscheinen werden 🙂.

Uppsala im Herbst
Benjamin in Uppsala im Herbst
ein Kaffee im Espresso-House

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