Alleine sein

Wieder mal ein kleiner Text von mir, wieder etwas mehr philosophisch und so.

Übrigens ein Text aus dem bald erscheinenden Buch „Was das Leben ausmacht – Vol. 2“ #sneak peek 😉


Alleine sein

2018-12-09 00.18
Ich geniesse es, alleine zu sein!

Nicht alleine sein,
weil ich muss,
weil niemand da ist,
der mir Gesellschaft leistet
– nicht „einsam sein“.

Sondern alleine sein,
weil ich jetzt
bewusst Zeit
nur mit mir
geniessen möchte,
einfach Zeit haben,
um zu sein,
ganz für mich.

Am Abend,
wenn es draussen dunkel ist
und der Wind über den Hügel weht,
wenn die Blätter der Bäume rascheln
und die Äste rauschen,
dann spür ich eine Ruhe,
eine Ruhe im Sturm,
denn ich bin sicher geborgen
im Innern des Hauses,
im Warmen
und geborgen in dir Gott!

Der Abend scheint
zeitlos zu sein und
so auch die Nacht.
Es sind da
keine Termine und
sonst niemand,
der etwas von mir erwartet.

Und auch ich habe keine Dinge mehr,
die ich tun will
einfach sein und
fühlen,
zeitlos befreit und
ohne Bindung,
einfach sein,
inmitten vom Universum,
ungebunden.

Freiheit –
ohne nachher,
ohne vorher,
ohne Erwartungen
von mir oder
von anderen,
ohne Bindung und
ohne Verpflichtung,
einfach sein

ganz im Jetzt
und ganz mit mir,
alleine sein
mit Gott.

***

Ich geniesse es, gemeinsam zu sein!

Nicht gemeinsam sein,
weil ich muss,
weil jemand da ist,
der mir zwar
Gesellschaft leistet,
doch nur die Zeit vertreibt und
mich langweilt
– nicht „gemeinsam einsam“ sein.

Sondern gemeinsam sein,
weil wir beide wollen,
weil ich will und
ich dir nahe sein will
– und ebenso du mir.

Zusammen da sein und
keine Erwartung haben,
als nur
da sein,
zusammen und
für den anderen.

Gemeinsam sein und
sich verstanden fühlen.
Gemeinsam sein und
sich daran freuen.
Gemeinsam sein,
ohne Zwang und
ohne Forderungen,
einfach da sein,
gemeinsam und
doch frei.

***

Der Morgen ist frisch
und wolkenlos.
Die Sonne geht langsam auf
und der Kaffee duftet
herrlich heiss aus der Frühstückstasse.
Wir sitzen beide da,
am Frühstückstisch.

Wir geniessen die Gesellschaft,
zuerst schweigend
gemeinsam
und dann
beginnen wir plötzlich
zu reden.

Wir denken und reden
und – denken gemeinsam.
Wir sind jetzt
einfach da,
Freiheit,
ohne Bindung und
ohne Erwartung, was dann kommen soll,
einfach sein

ganz im jetzt
und ganz mit dir,
gemeinsam sein.

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